Autor Rolf Finkbeiner von wahrheiten.org - Kolumne Beginnt der Countdown zum Crash?

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Rolf Finkbeiner Berichte & Kolumnen vom 18.02.2010

Quelle: Auszug aus Artikel von "wahrheiten.org"

 
Beginnt der Countdown zum Crash?
Wie spät muss es wohl in Wirklichkeit schon sein, wenn die Massenmedien bereits von drohenden Staatsbankrotten und Währungsreform schreiben?

Steht das Unvermeidliche jetzt vor der Tür? Verstehen die Medienmacher auf einmal die Zusammenhänge? Haben sie gar Angst um ihr eigenes Geld und Vermögen?

Die Titel der großen Blätter sprechen Bände – Gefahr ist im Verzug. Wer es jetzt nicht versteht, der wird als dummes Schaf geschoren.

“Führende Wirtschaftswissenschaftler” wurden im Manager-Magazin am 14.02.2010 folgendermaßen wiedergegeben:

Ökonomen fürchten “kompletten Albtraum”
Die Kritik an möglichen Hilfszahlungen für Griechenland wird schärfer. Führende Ökonomen warnen vor unüberschaubaren Folgen, falls die Euro-Staaten ihrem schwächsten Mitglied mit Geld unter die Arme greifen – das könne eine gefährliche Kettenreaktion auslösen.

Was sie richtigerweise mit Albtraum bezeichnen ist der Dominoeffekt. Denn wie bei kleinen Kindern wird es auch hier ablaufen:

Sorgen bereitet Fachleuten vor allem eine mögliche Kettenreaktion: Es mag richtig sein, dass deutsche Steuerzahler griechischen Steuerzahlern Erleichterung verschaffen, sagte der französische Außenwirtschaftsexperte Charles Wyplosz der Zeitung. Aber wenn sie erst einmal anfangen, können sie zu Portugal oder Spanien nicht mehr Nein sagen. Die Eurozonen-Regierungen hätten etwas begonnen, das sich als kompletter Albtraum erweisen könnte, so Wyplosz.

“Ich will auch, was der hat” – kennen Sie das von Ihren Kindern? So läuft es ebenfalls mit den Großen, ganz genauso. Und die Hilfe wird auf dem Fuße kommen, denn kommt sie nicht, fällt das ganze Kartenhaus in sich zusammen. Aus die Maus. Dennoch ist damit das Problem nicht beseitigt, nur etwas verzögert.

Das Thema Staatsanleihen haben die Medien inzwischen aufgegriffen, obwohl es schon vor mindestens einem Jahr absehbar war, dass am Ende genau diese Gefahr drohen würde. Im Handelsblatt wurde am 14.02.2010 vor diesem Szenario gewarnt:

Konkret geht es bei der Allianz beispielsweise um griechische Schuldscheine im Wert von 3,6 Milliarden Euro – ein Prozent der gesamten festverzinslichen Anlagen des Unternehmens. Das Engagement in Spanien liegt laut der Studie mit 6,3 Milliarden Euro etwa doppelt so hoch, aus Italien kaufte der Konzern sogar Schuldscheine im Wert von 25,3 Milliarden Euro.

Lustig, schlappe 10% der Allianz-Anlagen sind allein in dreien der Pleitekandidaten-Länder investiert. Die Allianz ist selbstverständlich nur ein Beispiel, beliebig vielen Versicherungen im In- und Ausland geht es nicht anders. Erkennen Sie, wie nah der Domino-Day schon ist?

Daher musste nun auch Griechenland geholfen werden mit unserem Geld. Nun, es ist zum Glück nur Papier, wobei wir für das Papier tatsächlich reale Arbeit geleistet haben.

Die FAZ schaute am 14.02.2010 nicht nur in den bankrotten Süden von Europa, sondern verweist auch auf eine andere Bombe:

Das Misstrauensvotum der Märkte beschränkt sich nicht nur auf die Zahlungsfähigkeit mediterraner Urlaubsländer wie Griechenland, Spanien oder Portugal. Unter Beobachtung steht inzwischen selbst der Wirtschaftsriese Großbritannien.

Dabei ist Großbritannien bisher nicht Bestandteil des Begriffs “PIGS“. Man könnte daraus “PIGUS” machen, dann wäre neben United Kingdom auch gleich noch die USA mit drin, welche die eigentliche Superbombe darstellen. Auch diese wird wohl am Ende zünden – für die meisten bislang unvorstellbar.

Die Welt schrieb am 14.02.2010 ebenfalls zu diesem Thema unter dem Begriff “Elendsindex”. Die Prognose des Haushaltsdefizits sowie der Arbeitslosigkeit von mehr als einem Dutzend Ländern wurden hier in einer Vergleichsgrafik gezeigt. Ob diese Darstellung eher optimistisch oder real ist – wir werden es bald wissen.

Ebenfalls am 14.02.2010 ging die Welt auf die Angst vor dem Wertverlust ein:

Immer schneller drehte sich die Entwertungsspirale: Die Mark verlor wöchentlich, dann täglich, dann stündlich an Kaufkraft. Im Endstadium war das Geld nicht mehr das Papier wert, auf dem es gedruckt war. Ein Brot, das im Vorjahr noch 30 Mark gekostet hatte, ging im Sommer 1923 für 2000 Mark über die Ladentheke. Im Herbst war der Preis auf 260 Millionen Mark explodiert. Die einzige Grenze, die die Inflation zu kennen schien, war die Kapazität der 2000 Notenpressen, die Tag und Nacht auf Hochtouren liefen.

Immerhin gibt es in so einer Zeit noch eine Branche, die von dieser Katastrophe ganz außergewöhnlich profitieren wird: Die Gelddruckereien.

Berichtet werden diese Themen nicht etwa, weil die Medien plötzlich alle ehrlich wurden, sondern weil sich diese Dinge nicht mehr länger verheimlichen lassen. Vermutlich geschah dieses offensichtliche Ausblenden der latenten Gefahren auch nicht deswegen, weil die bezahlten Schreiberlinge dazu gezwungen wurden, zu schweigen, sondern weil sie die Zusammenhänge überhaupt nicht begriffen haben. Sie wissen großteils nicht, wie unser Geldsystem funktioniert.

Dieses Ausblenden ist verständlich, lesen die Zeitungsredakteure doch auch ihre eigenen Artikel und die der Kollegen. Vielleicht haben auch einige der Redakteure persönlich Angst vor dem drohenden Totalverlust ihrer Vermögen und ahnen allmählich, auf was wir gerade in voller Fahrt zusteuern.

Dieses angebliche Erwachen der Presse ist allerdings wieder nur ein Schein. Während die Medien gerade erst den Untergang erkennen und die Menschen allmählich darauf einstimmen, laufen im Hintergrund die Vorbereitungen für die Zeiten nach dem Crash.

Einerseits gibt es Gerüchte über eine nahe Währungsreform mit einer neuen D-Mark. Andererseits munkelt man über eine bargeldlose Zukunft, welche wahrscheinlich auf Basis der Zahlungsdiensterichtlinie der EU – genannt PSD, Payment Services Directive – eingeführt werden könnte. Damit hätte man die völlige Kontrolle über die Bevölkerungen erreicht, weil nichts mehr gekauft oder verkauft werden könnte, wenn man nicht am elektronischen Zahlungsverkehr teilnimmt.

… und daß niemand kaufen oder verkaufen kann als nur der, welcher das Malzeichen hat oder den Namen des Tieres oder die Zahl seines Namens. Offenbarung 13,17

Dies alles betrachtet ergibt ein erschreckendes Bild der aktuellen Lage. Im Grunde genommen ist es nicht mehr fünf vor zwölf, sondern es hat bereits zwölf geschlagen, der Schall der Glocken ist jedoch noch nicht zu unseren Ohren gedrungen. Das soll heißen, die Situation ist bereits real und damit unumkehrbar. Naiv wer glaubt, er käme hier ungeschoren davon.

Sicher, es macht bestimmt Sinn, seine Barvermögen und Konten zu überprüfen und zu überlegen, was man vor der Wertlosigkeit noch werterhaltendes damit anstellen kann. Es geht dabei in erster Linie darum, sich für den Fall chaotischer Zustände zu wappnen, denn seien Sie gewiss, kaum jemand erkennt, wie spät es schon ist. Die meisten Menschen wird der große Knall völlig unvorbereitet treffen.

Aber setzen Sie nicht allein auf das Pferd Geld. Genau daher rührte das Übel nämlich, auch wenn es uns unfreiwillig aufgezwungen wurde. Machen Sie sich frei von den materiellen Dingen der Welt, denn was auch immer kommt, je weniger Sie besitzen, desto weniger werden Sie verlieren können. Und mitnehmen können Sie von dieser Welt sowieso nichts.
 
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