Autor Rolf Finkbeiner von wahrheiten.org - Kolumne Massenentlassungen – der Anfang vom Ende?

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Rolf Finkbeiner Berichte & Kolumnen vom 12.03.2010

Quelle: Auszug aus Artikel von "wahrheiten.org"

 
Massenentlassungen – der Anfang vom Ende?
Setzt sich diese Todesspirale erst einmal richtig in Gang, ist sie nicht mehr aufzuhalten. Die Folgen sind fatal, da sich diese mehr und mehr potenzieren und sich zu immer größeren Problemen für Staat und Gesellschaft entwickeln.

Nun scheint sich genau so ein Szenario bei uns anzubahnen. Bereits vor ein bis zwei Jahren warnten sogenannte “Untergangspropheten” vor den Gefahren, erhielten jedoch kein Gehör. Doch wenn es nun mit den massenhaften Entlassungen losgeht, dann ist schnell Schicht im Schacht.

Für die Wahl 2009 wurde seitens der BRD-”Regierung” alles in die Wege geleitet, was zur Rettung der Stimmen nötig war. Mittels Abwrackprämie wurde beispielsweise einer der größten Industriezweige im Lande gerettet – allerdings nicht dauerhaft.

Im Grunde wurde nichts weiter getan, als die starke Zurückhaltung der Bürger, in Bezug auf einen evtl. geplanten Neuwagenkauf, mit einem Lockangebot nach vorne zu verlagern. Im Ergebnis erkennen wir nun, dass jetzt fast nichts mehr geht im Automobilgeschäft und sich unzählige Menschen sogar neu verschuldet haben.

2009 konnte daher sowohl die Wahl als auch noch das Jahresende relativ glimpflich überstanden werden. Doch jetzt scheint es ernst zu werden, der Begriff “Massenentlassungen” erscheint immer häufiger auf der medialen Bildfläche.

Zunächst einmal zum Verständnis, was man unter Massenentlassungen versteht. Nachfolgend einige Informationen, die sich auf das Kündigungsschutzgesetz beziehen:

1. Begriff: Massenentlassung im Sinn des § 17 KSchG liegt vor, wenn innerhalb von 30 Kalendertagen die nachstehende Mindestanzahl von Entlassungen erfolgt (abhängig von der Zahl der regelmäßig Beschäftigten):

a) Bei über 20 und unter 60 Arbeitnehmern fünf Arbeitnehmer;

b) bei 60 bis weniger als 500 Arbeitnehmer 10 Prozent oder mehr als 25 Arbeitnehmer;

c) bei mindestens 500 Arbeitnehmern mindestens 30 Arbeitnehmer.

Es kommt auf die Zahl der Arbeitsverhältnisse an, die innerhalb der Frist erfolgt. Jede vom Arbeitgeber veranlasste Beendigung zählt.

In Bezug auf die Mittel- und Großbetriebe ab 500 Arbeitnehmern entspricht die Schwelle, ab wann von Massenentlassung gesprochen wird, einer relativ kleinen Zahl. Daher muss man beim Vernehmen des Begriffs als solchem noch nicht sofort in Panik ausbrechen, sondern sich die Zahlen jeweils genau betrachten.

Für die Sozialversicherungen ist allerdings jeder einzelne neue Arbeitslose – abgesehen vom persönlichen, oft dramatischen Schicksal – eine mehrfache Herausforderung: Zum einen bezahlt ein Arbeitsloser keine Einkommensteuer und keine Arbeitslosenversicherung mehr und zum anderen erhält er gleichzeitig Arbeitslosengeld. Der Staat hat mit jedem neuen Arbeitslosen also immer gleich ein doppeltes finanzielles Problem.

In Rezessions- bzw. Depressionszeiten ist der Arbeitsplatzverlust für den Betroffenen besonders tragisch, da in aller Regel keine neue Stelle mehr gefunden wird. Zumindest nicht im jeweiligen Qualifikationsbereich. Walter Eichelburg, der Betreiber von Hartgeld.com, bringt dies gerne so auf den Punkt, dass den Opfern am Ende nur noch die “Feldarbeit” bleibt, womit er wohl nicht ganz Unrecht hat.

Wer es noch nicht gemerkt hat oder den Lügenmedien glaubt: Wir befinden uns am unteren Ende der Rezession und am Anfang einer Depression. Noch ist sie kaum zu spüren, weil nach wie vor genug Geld aus dem Nichts erschaffen wird und die Menschen den Glauben an dieses Wertversprechen auch noch nicht verloren haben.

Sobald der Staat seine Versorgungsleistung einschränken oder ganz einstellen muss, weil es schlicht zu viele Arbeitslose geworden sind, bleibt den Menschen gar nichts anderes übrig, als sich tatsächlich auf irgendetwas völlig beliebiges als Einkommensquelle zu stürzen. Denn wenn es weder ALG I noch Hartz4 gibt, dann wird es schon schwer, Miete und Lebensmittel zu bezahlen.

Entweder diese Menschen finden dann eine neue Beschäftigung irgendwelcher Art oder sie werden quasi zwangsläufig kriminell oder zu echten Armutsfällen. Allerdings nicht diese Art von Armut, die man heute in der BRD mit dem Ausdruck assoziiert, sondern wirklich existenziell arm.

Glauben Sie, dass es soweit nicht kommen wird bei uns? Dann schauen Sie einmal nach Island. Oder nach Griechenland. Dort sind die Staaten pleite. Es muss gespart werden, massiv gespart. Oder besser, es müsste, denn das, was Griechenland hier bisher an Aktionismus gezeigt hat, ist lächerlich. Dennoch, die Menschen protestieren jetzt schon, dabei gab es bislang nur sehr geringe Einschnitte.

Die Lage in Island sieht derzeit so aus, dass sich die Bevölkerung zwischen Pest und Cholera entscheiden darf. Schlau von der Regierung, diese Entscheidung dem Volk zu überlassen, denn die Volksvertreter und Bänker versprechen sich davon, noch etwas länger leben zu dürfen. Der Spiegel berichtete dazu am 06.03.1020:

Alle Welt spricht von Griechenland, das erste Opfer der Finanzkrise aber war ein anderer Staat: Island. Das Land hat Milliardenschulden, pro Kopf sind es 11.000 Euro. Jetzt stimmen die Bürger ab: Sollen die Gläubiger im Ausland entschädigt werden? Ein Ja käme teuer, ein Nein isoliert das Land.

[...]

Fest steht: Das zu erwartende Nein im Icesave-Referendum wird nicht den Bankenopfern in den Niederlanden und Großbritannien gelten. Es gilt den Verantwortlichen, den Bankern und den Politikern. Von den eigentlichen Schuldigen ist nämlich bislang keiner vor Gericht gestellt worden.

Demnächst auch in unserem Kino BRD bzw. bei unseren Nachbarn. Die Lage verändert sich nämlich eindeutig in Richtung Daumen runter, wie die folgenden Pressemeldungen zum Thema Massenentlassungen zeigen:

Airline-Bewertungen am 24.02.2010:
Die Austrian Airlines kündigen diese Woche 210 Techniker. Diese Massenentlassung ist Teil Personalabbauplanes, der das Streichen von 1500 Jobs innerhalb von eineinhalb Jahren vorsieht. Bis Ende 2010 will die Austrian Airlines etwa 6000 Mitarbeitern entlassen.

Netzwerk IT am 08.02.2010:
UPS Stuttgart: Massenentlassungen trotz Milliardengewinnen

Der Transportdienstleister United Parcel Service droht in Stuttgart mit der Kündigung von 44 Mitarbeitern. Die Gewerkschaft ver.di und der Betriebsrat finden die Hintergründe dieser Maßnahme skandalös.

Ad Hoc News am 20.02.2010:
Solarindustrie – Solarbranche befürchtet Massenentlassungen

[...]

«Wenn die Bundesregierung den harten Kurs durchzieht, sind 40 000 der insgesamt 60 000 Stellen in Deutschland gefährdet», sagte Asbeck. In zehn Jahren sei hier zu Lande eine Schlüsselbranche entstanden. Nun drohe die Gesetzesänderung mehr als der Hälfte der Betriebe den Garaus zu machen.

Zwar noch keine konkreten Massenentlassungen, aber klar absehbar: Die Zeit am 04.03.2010:
Mitte Februar hatten die Arbeitgeber und die IG Metall in Nordrhein-Westfalen in einem Rekordtempo bereits in der zweiten Verhandlungsrunde ein Ergebnis erzielt. Ziel der neuen Tarifverträge ist es, mögliche Massenentlassungen abzuwenden. In der Metall- und Elektroindustrie sind bundesweit 3,4 Millionen Menschen tätig.

Belgieninfo am 01.03.2010:
1.672 Entlassungen soll es beim französischen Handelskonzern Carrefour in Belgien bis Ende Juni geben, dazu die Schließung von 21 Supermärkten, schließlich Lohn- und Sozialdumping für die verbleibenden Arbeitnehmer.

SR DRS am 16.02.2010:
Clariant kommt nicht aus der Krise: Nach einem Millionenverlust im vergangenen Jahr baut der Baselbieter Spezialchemie-Konzern weitere 400 Stellen in der Schweiz ab. Die Massenentlassungen stossen auf heftige Kritik.

Schwäbische Zeitung am 01.02.2010:
IG Metall und Betriebsrat der Firma Alno rufen am Samstag, 6. Februar, zu einer Protestkundgebung wegen des geplanten Abbaus von 450 Arbeitsplätzen am Stammwerk Pfullendorf der Alno AG auf. Um 10. 30 Uhr beginnt die Kundgebung auf dem Pfullendorfer Marktplatz.

Märkische Allgemeine am 02.03.2010:
Ebay entlässt wie berichtet in Kleinmachnow 400 der heute 630 Beschäftigten. Betroffen sind der Kundendienst für europäische Länder wie Frankreich, Spanien und Italien sowie die Sicherheitsabteilung. Beide Bereiche sollen ins irische Dublin verlagert werden. Erst kürzlich hatten sich das Aktionshaus und der Betriebsrat auf einen Sozialplan für die 400 Beschäftigten geeinigt, die entlassen werden sollen.

In den Medien ist zwar ständig von Aufschwung die Rede, aber die Euphorie wird immer mehr gedämpft. Warten wir es ab. Es stehen nämlich in Wirklichkeit Themen mit weitreichenden Folgen für uns vor der Türe wie Staatsbankrotte fast aller EU-Staaten, Zusammenbruch des Euro und des Dollars, Währungsreformen, möglicherweise neue alte Länderwährungen und verheerende Depressionsauswirkungen.

Wie Sie aus eigener Erfahrung wissen, werden wir diese Dinge aber erst dann offiziell erfahren, wenn sie gerade geschehen oder bereits Realität geworden sind. Glauben Sie den Massenmedien daher kein Wort, was deren Prognosen angeht und multiplizieren Sie alle sogenannten “Statistiken” mit Faktor zwei bis vier, wenn es um Schulden, Arbeitslosenzahlen, Inflation oder negatives Wirtschaftswachtum geht.
 
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