Autor Rolf Finkbeiner von wahrheiten.org - Kolumne Das wird noch ein teurer Spaß: Die Inflation

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Rolf Finkbeiner Berichte & Kolumnen vom 15.10.2010

Quelle: Auszug aus Artikel von "wahrheiten.org"

 
Das wird noch ein teurer Spaß: Die Inflation
Ein bisschen seien die Preise angestiegen, erklärte uns jüngst die Presse. Schuld seien die Energiekonzerne. Aber könnte es nicht sein, dass die Ursache eine ganz andere ist?

Häufig werden steigende Preise als Inflation bezeichnet, was allerdings nicht den Tatsachen entspricht. Die Menschen werden offenbar absichtlich im Unklaren darüber gelassen, was sich in Wirklichkeit hierbei abspielt. Erst nachdem die Folgen für jeden spürbar sind, werden es die meisten verstehen.

Was bedeutet eigentlich der Begriff Inflation? Das lateinische “inflare” heißt soviel wie “aufblasen”, hat aber nichts mit “in flagranti” zu tun, obwohl der Bezug gar nicht so weit hergeholt ist. In flagranti steht nämlich für “auf frischer Tat” und eigentlich ertappen wir anhand der Inflation die Geldverbrecher auch auf frischer Tat, genauer gesagt beim Gelddrucken aus dünner Luft, was nichts anderes als unsere langsame Enteignung und noch mehr bewirkt.

Eine Folge der Inflation sind steigende Preise. Wenn bei gleichbleibender Gütermenge und Umfang aller Dienstleistungen plötzlich mehr Geld im Umlauf ist, verliert das Geld an Kaufkraft und damit an “Wert”. Um dieselben Dinge kaufen zu können, muss immer mehr Geld bezahlt werden, die Preise klettern.

Zwar kann im Grunde jeder Bürger selbst eine Einschätzung darüber abgeben, wie die jeweils gefühlsmäßige Preisentwicklung aussieht. Doch dabei könnte er zu einem völlig unerwünschten Ergebnis gelangen, weswegen unsere Regierung dafür die Behauptungs-Hoheit für sich in Anspruch nimmt. Sie behauptet nämlich immer schön beschwichtigend von minimalen Inflationsraten, damit sich die Bürger keine Sorgen um die Preise machen.

Demnächst könnten diese Damen und Herren Statistikfälscher jedoch ehrliche Konkurrenz bekommen, wie Die Presse am 12.10.2010 berichtete:
Google will die Inflation künftig selbst berechnen
[...]
Laut „Financial Times“ will Google eine Alternative zu den herkömmlichen Berechnungen der Statistikämter bieten, deren Veröffentlichung oft mit mehrwöchiger Verzögerung erfolgt. Der GPI kann die Preisentwicklung im Internethandel relativ zeitnah wiedergeben.


Au weia, diese mehrwöchige Verzögerung der Statistikämter war doch in Wirklichkeit gar kein Nachteil, sondern ein wesentlicher Bestandteil des Bürger-Täuschungs-Programms. Nicht nur der sogenannte “Warenkorb” wird regelmäßig und willkürlich angepasst, sondern die Verzögerung gab den Regierungen immer viel Zeit, um entsprechend beschönigend und verharmlosend einzugreifen und zu beschwichtigen. Schließlich ist eine stabile Währung wichtig für das Vertrauen der Menschen und der Wirtschaft in den Staat, auch wenn die Stabilität nur scheinbar und als reine Lüge existiert.

Denn was sind die Folgen von starken Preisanstiegen? Höhere Lohnforderungen, Rufe nach Erhöhung von Renten, Arbeitslosengeld usw. wären die Folge und das würde sowohl den Wirtschaftsbossen als auch ihren Frontmarionetten – den Politikern – nicht gefallen.

Allerdings hat die Inflation auch noch andere Folgen:
  • Inflationsbedingte Preissteigerungen können als Nachfrageanstieg in bestimmten Märkten missverstanden werden und zu ungerechtfertigten Erweiterungsinvestitionen führen – mit fatalem Nachspiel wie z.B. Massenkündigungen oder Konkursen.

  • Steigende Preise bewirken Forderungen nach höheren Löhnen, welche von den Unternehmen fast immer mit noch weiter steigenden Preisen beantwortet werden. Eine Lohn-Preis-Spirale beginnt und am Ende werden auch hier Arbeitnehmer entlassen oder Unternehmen geschlossen.

  • Sozialhilfe, Renten, Kindergeld, Beamtengehälter usw. werden unter Umständen gar nicht oder erst sehr verzögert und weniger stark an die allgemeinen Preissteigerungen angepasst. Die Betroffenen müssen sich daher immer weiter einschränken, das Einkommen sinkt im Verhältnis.

  • In der BRD werden Einkommen progressiv besteuert, d.h. bei steigendem Einkommen steigen auch die Steuern und Abgaben, weil die Steuerzahler in höhere Progressionsstufen rutschen. Real erhöhen sich die Einkommen dabei jedoch nicht.

  • Ersparnisse werden schleichend entwertet, weil die Verzinsung in der Regel deutlich unter der echten Inflationsrate liegt. Investoren in Sachvermögen profitieren gegenüber dem Kleinsparer, der von der kontinuierlichen Geldentwertung meist gar nichts mitbekommt.

  • Erkennen die Sparer dann plötzlich, wie sie langsam enteignet wurden und werden, beginnt eine hastige Flucht in Sachwerte. Die Menschen versuchen, ihr Geld in werthaltige Güter zu tauschen, in greifbare Gegenstände und auch besonders in Edelmetalle. Nicht selten fließt das Geld dabei in Immobilien. Dadurch werden diese Märkte teilweise massiv verzerrt und es bilden sich Blasen. Wer glaubt, sein Vermögen damit gerettet zu haben, wird beim Platzen der Blase ernüchtert feststellen, dass er zu einem völlig überhöhten Preis gekauft hat.

  • Schuldner haben den Vorteil, dass ihre Schulden quasi schrumpfen, weil der Wert des rückzuzahlenden Geldes sinkt. Allerdings greift dieser Vorteil nur dann, wenn das Einkommen gleichzeitig mitwächst. Falls dies nicht der Fall ist, bricht dies den meisten Schuldsklaven das Genick. Verschuldete Staaten freuen sich jedoch besonders, denn deren Einkommen sind mittels billigem Gelddrucken gesichert.

  • Gläubiger schauen in die Röhre, insbesondere wenn sie ihre Kredite mit festem Zins und fester Laufzeit vergeben haben, denn das zurückerhaltene Geld hat inzwischen viel weniger Kaufkraft als während der Vergabe des Kredits.

  • Bei sehr starker oder gar einer Hyperinflation sinkt die Stabilität des Geldwertes mit fatalen Folgen, denn es könnte zur Zurückhaltung von Gütern aus dem normalen Markt und zur Entstehung von Schwarzmärkten führen. Die Versorgungssicherheit der Bürger steht dann auf dem Spiel.

  • Auch in Bezug auf Wechselkurse mit anderen Währungen enstehen große Risiken, z.B. durch Abwertung. Dadurch werden Importe teuer bis unbezahlbar. Umgekehrt verbessern sich die Exportmöglichkeiten, doch wenn die Binnenwirtschaft bereits am Ende ist und die Weltkonjunktur selbst auch nicht mehr will – so wie derzeit – dann nützt dies herzlich wenig.

    Noch Anfang diesen Jahres verkündete die Presse Bestwerte in Bezug auf die Inflation. Höchstwahrscheinlich können wir uns von Meldungen wie dieser vom 14.01.2010 in der FAZ jetzt allerdings verabschieden:

    In Deutschland sind die Verbraucherpreise im vergangenen Jahr mit dem geringsten Wert seit der deutschen Wiedervereinigung gestiegen. Nach den Zahlen des Statistischen Bundesamts sind die Preise im Jahresdurchschnitt um 0,4 Prozent gestiegen.

    Stattdessen muss das Propagandaministerium ein Inflationshoch beschönigen, wie uns der Spiegel am 12.10.2010 vermittelte:
    Teure Energie treibt Inflation auf Zweijahreshoch
    Die Verbraucherpreise ziehen etwas an: Nach Angaben des statistischen Bundesamts sind Waren und Dienstleistungen im September 1,3 Prozent teurer als ein Jahr zuvor. Die Inflation steigt auf den höchsten Stand seit Ende 2008.


    Da jeder von uns am Wirtschaftsleben teilnimmt – und sei es nur über den wöchentlichen Einkauf im Supermarkt oder den regelmäßigen Besuch einer Tankstelle – wissen wir, dass die Zahlen aus Berlin manipuliert oder besser “korrigiert” sind. Uns weiszumachen, dass die Preissteigerungen nur minimal sind, glaubt sogar der Schlafschafbürger kaum mehr.

    Wenn wir nun noch berücksichtigen, dass die gigantischen frisch gedruckten Geldmengen der Zentralbanken noch gar nicht bei den Menschen angekommen und nicht im Markt sind, dann können wir uns ausmalen, was da noch auf uns zukommen wird. Und die Druckerpressen spucken währenddessen immer weiter billiges Geld aus.

    Bereits vor über 1.900 Jahren wurde vorausgesagt, dass wir in den letzten Tagen für ein Brot einen ganzen Tageslohn aufwenden müssen:
    Und ich hörte eine Stimme inmitten der vier lebendigen Wesen, die sprach: Ein Maß Weizen für einen Denar, und drei Maß Gerste für einen Denar; und das Öl und den Wein schädige nicht! Offenbarung 6,6

    Ein Maß waren etwa 1,1 Liter, was grob geschätzt 500g Weizen entspricht. Der Tageslohn eines Arbeiters betrug nach Matthäus 20,2 einen Denar. Bei einem heutigen Monatsverdienst von beispielsweise 2.000 € bei 20 Arbeitstagen, entspräche der Tageslohn 100 €. Können Sie sich vorstellen, für einen Laib Brot 100 € bezahlen zu müssen?

    Es wäre vermessen zu glauben, dass sich diese Prophezeiung nicht erfüllen würde. Abgesehen davon wissen die intensiven Beobachter der laufenden Krise, dass wir definitiv auf eine gigantische Katastrophe zulaufen. Rette sich, wer kann.
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