Autor Miriam Kraus - Rohstoffe Goldpreis in Euro: neues Rekordhoch!

Startseite Artikel Anlageformen Bestände Begriffe Charts
Exploration Historisches LeaseRates Münzhändler Münzen Verwendung
Basismetalle Börsenkurse Bücher Chronik Finanzkrise Kolumnen
Kredit Papiergeld Schuldenuhr Vorsorge Videos(81) Währungen

Miriam Kraus Rohstoffe Daily vom 07.05.2010

Quelle: Auszug aus Newsletter "Rohstoff Daily"

 
Goldpreis in Euro: neues Rekordhoch!
In dieser Woche sind die Aktienmärkte deutlich eingebrochen. Der DAX verlor gegenüber der Vorwoche rund 6,8%. Der Nikkei verbuchte ein Minus von 6,3% im Wochenvergleich, während der Shanghai Composite Index ebenfalls rund 6,3% verlor gegenüber dem Schlusskurs der Vorwoche. Der Dow Jones notiert aktuell mit einem Minus von 4,9% gegenüber der Vorwoche.

Konjunkturdaten

Wie das Statistische Bundesamt bekannt gab, sank der Deutsche Einzelhandelsumsatz im März um nominal 1,8% gegenüber dem Vormonat. Dagegen gab das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie bekannt, dass der Auftragseingang in der deutschen Industrie im März um 5% gestiegen ist. Sowohl die Inlands- als auch die Nachfrage aus dem Ausland konnten deutlich zulegen. Zudem gab das Bundeswirtschaftsministerium bekannt, dass die Erzeugung im Produzierenden Gewerbe im März angestiegen ist. Der entsprechende Index stieg um 4% gegenüber dem Vormonat. In der Industrie stieg die Produktion um 3,4% gegenüber dem Vormonat.

Aus den USA wurde verlautbar, dass sich die Geschäftsaktivitäten des des Verarbeitenden Gewerbes im April verbessert haben. Der ISM-Index stieg von 59,6 Punkten auf 60,4 Punkte. Das US-Handelsministerium teilte zudem mit, dass der Auftragseingang für Industriegüter im März um 1,3% gestiegen ist. Zudem stieg die Zahl der anstehenden Häuserverkäufe um 5,3% im März. Wie das ISM berichtete sind die Geschäftsaktivitäten des Dienstleistungssektors im April unverändert. Der ISM-Service-Index verharrte bei 55,4 Punkten. Wie das US-Arbeitsministerium berichtet, ist die Zahl der Beschäftigen außerhalb der Landwirtschaft im April um 290.000 gestiegen. Dennoch stieg die Arbeitslosenquote um 0,2 Prozentpunkte auf 9,9%.

Laut Eurostat hat sich das Absatzvolumen im europäischen Einzelhandel im März nicht verändert gegenüber dem Vormonat. Dennoch erwartet die Europäische Kommission weiterhin eine Erholung ab diesem Jahr. Für 2010 geht die Kommission von einem Wachstum von 1% aus. Für 2011 wird ein Wachstum von 1,75% erwartet.

Asien begann die Woche mit Verlusten, nachdem die Peoples Bank of China am Sonntag die Mindestreservesätze ein weiteres Mal um 0,5% angehoben hatte. Noch immer ist China in leichter Abkühlungslaune, was der Markt ungern aufnimmt.

Griechenland und Brandgefahr

Obgleich sich die europäischen Regierungen auf das Rettungspaket verständigt haben (Griechenland erhält Kredite über einen Zeitraum von 3 Jahren in Höhe von insgesamt 110 Milliarden) blieb und bleibt die Angst vor dem Flächenbrand bestehen. Die EZB hat darüber hinaus ihre Mindestanforderungen für griechische Staatsanleihen zur Hinterlegung als Sicherheit bis auf weiteres ausgesetzt. Dennoch ist die Skepsis hoch, insbesondere was die Fähigkeiten oder Möglichkeiten Griechenlands angeht, die angestrebten Sparziele umzusetzen, durchzuhalten und weitere strukturelle Reformen durchzuführen. Investoren befürchten nun, dass Griechenland nach 2012, wenn das EU/IWF-Hilfspaket ausläuft, weiterhin große Probleme haben wird, sich selbstständig über den Kapitalmarkt zu refinanzieren. Wenn dies geschieht, könnte eine Umstrukturierung der Schulden im Grunde aktuell nur aufgeschoben, aber nicht aufgehoben sein. Dann aber, wenn Griechenland freiwillig den Weg der Umschuldung geht, müssen die Gläubiger deutliche Abschläge hinnehmen. Zudem verschärfen die anhaltenden Streiks in Griechenland, die zuletzt sogar Todesopfer gefordert haben, die Situation.

Die Folge ist eine wachsende Unsicherheit bezüglich der anderen hochverschuldeten Staaten. Der Reihe nach gerieten Portugal, Spanien und zuletzt auch Italien, Irland und Belgien unter den Panik-Druck. Steigende Zinsen und CDS-Spreads machen Europa zum Pulverfass.

Der Chaos-Donnerstag

(lesen Sie zum Chaos-Donnerstag folgenden Auszug aus meinem Beitrag im Devisen-Monitor von heute Morgen 07.05.2010)

"Herrje, was war das gestern wieder ein chaotischer Tag! Angst und Nervosität kennen wir ja schon, aber jetzt kommen auch noch Tippfehler hinzu und die SNB hat ihre EUR/CHF-Beschützer-Rolle erst einmal aufgegeben.

Doch der Reihe nach...erst einmal das Wichtigste:

Der Markt wartet auf klare Ansagen aus Europa

Der Euro auf Tauchfahrt, die Europäer in Brandgefahr, steigende Renditen und CDS-Spreads für gefährdete Staaten und der oberste Währungshüter der Eurozone erweckt den Eindruck, vorzeitig in Rente gehen zu wollen.

Ich will nicht unfair sein, im Moment möchte ich auch nicht in Jean-Claude Trichets Haut stecken, aber es ist mehr als peinlich, dass erst die Ankündigung aus dem US-Finanzministerium, man werde beim kommenden G7-Treffen über Griechenland und die Schuldenproblematik sprechen, ein wenig Ruhe in die Kiste bringt. Eine Aufgabe, die eigentlich den Europäern zukäme und wenn die Politik sich nicht traut, dann wenigstens der Zentralbank. Aber Trichet wirkte gestern mehr als unentschlossen (ich möchte ja nicht sagen: apathisch). Auf die Frage ob die EZB nun auch den Kauf von Staatsanleihen bedenkt, gab es nur ein müdes: darüber haben wir nicht gesprochen! Natürlich, hierbei handelt es sich um ein mehr als heikles Thema und die Entscheidung zu treffen (egal wie sie ausfällt) ist schwer. Aber der Markt braucht irgendein verlässliches Zeichen, ein Signal, das zu verstehen gibt, wie ernst die Krise genommen wird - sonst spielt er einfach verrückt! Na ja, so lechzt der Markt weiterhin nach Vertrauen, während die Europäer schlichtweg wohl nicht mehr wissen, was sie nun eigentlich tun sollen. Ob die Sache sich allerdings von alleine lösen wird, ist mehr als fraglich!

Währenddessen...

...in den USA

Dort sind gestern entweder die Händler mit dem Finger verrutscht oder das Handelssystem spielte verrückt. Whatever - die Amis legten einen erstklassigen Crash hin (die Indizes brachen innerhalb von Minuten um 10% ein), erholten sich dann aber bis zum Ende des Tages auf -3%. Zumindest ist mal nicht Griechenland schuld gewesen!

...in UK

Die Briten haben mittlerweile auch die Nase voll. Das Wahlvolk hat gewählt, sich aber im Grunde einer Entscheidung enthalten. Die konservativen Tories haben zwar gewonnen, die absolute Mehrheit aber verfehlt. Erst mal eine Patt-Situation - wie es weitergeht wird man sehen! Für mich allerdings ein Ausdruck dafür, wie wenig Vertrauen die Bürger noch in die Politik haben.

...in der Schweiz

Die SNB hat gestern den Widerstand gegen die Aufwertung des Schweizer Franken gegenüber dem Euro (vorerst) aufgegeben. Über einen Monat lang hatte die SNB mit Euro-Käufen interveniert und den EUR/CHF-Kurs auf über 1,43 gehalten. Gestern dann das Ende - ob der SNB die Luft ausgegangen ist, oder die Lust vergangen ist - wer weiß?! Laut SNB-Bilanz haben die Interventionen allein im ersten Quartal 2010 ein Volumen von 22 Milliarden Euro erreicht. Jedenfalls sackte EUR/CHF gestern abrupt auf ein Allzeittief bei 1,3991 ab. Heute, dank leichter Zwischenberuhigung, kann sich EUR/CHF wieder leicht erholen und notiert aktuell bei 1,4132."

EUR/USD

EUR/USD geriet in dieser Woche natürlich ebenfalls weiter unter Druck und fiel am Crash-Donnerstag bis auf ein Tief bei 1,2508, kann sich aber heute ebenfalls wieder leicht erholen und notiert aktuell bei 1,2730.

Rohstoffe Wochenrückblick: Energie und Metalle

Energie

Im Abwärtsdruck der Finanzmärkte gerieten natürlich auch die Ölpreise in dieser Woche deutlich unter Druck und haben zwischenzeitlich mehr als 10 US-Dollar pro Barrel abgegeben, gegenüber der Vorwoche.

WTI fiel zwischenzeitlich bis auf 74,50 US-Dollar pro Barrel - das tiefste Level seit Februar. Brent Crude fiel bis auf ein 7-Wochen-Tief bei 77,50 US-Dollar pro Barrel.

Obwohl die fundamentale Ausgangslage durchaus für einen Preisrückgang unter 80 US-Dollar steht, ist die Bewegung in dieser Woche dennoch nicht auf fundamentale Beweggründe, sondern die Korrelation zu den übrigen Finanzmärkten und Panikreaktionen zurückzuführen.

Dementsprechend konnten sich die Rohölpreise am Freitag Nachmittag auch wieder etwas erholen - entlang des Euro und der Aktienmärkte.

Aktuell notiert WTI zur Lieferung im Juni bei 75,96 US-Dollar pro Barrel an der NYMEX.

Brent Crude zur Lieferung im Juni notiert aktuell bei 78,96 US-Dollar pro Barrel an der ICE Futures Exchange in London.

Metalle

Edelmetalle

Im Gegensatz zu anderen Rohstoffklassen, haben in dieser Woche, angesichts der Panik und Verwerfungen an den Finanzmärkten, natürlich vor allem die Edelmetallpreise profitieren können. Insbesondere die Flucht in den Sicheren Hafen Gold war in dieser Woche der Unsicherheit Präferenz.

Der größte Goldfonds SPDR Gold Trust verzeichnete gestern Zuflüsse in Höhe von 20 Tonnen und erreichte damit ein Rekordvolumen von 1.186 Tonnen Gold.

In Euro hat der Goldpreis zwischenzeitlich ein neues Allzeithoch bei 955 Euro pro Feinunze erreicht. In US-Dollar stieg der Goldpreis mittlerweile über die 1.200 US-Dollar-Marke und erreichte heute in der Spitze 1.210 US-Dollar pro Feinunze. Damit notiert der Goldpreis in USD nur noch knapp von seinem Allzeithoch entfernt.

Aktuell notiert der Goldpreis in Euro bei 949 Euro pro Feinunze. Der Goldpreis in USD notiert aktuell bei 1.209 US-Dollar pro Feinunze. Der London Gold Fix PM wurde heute bei 1.202,25 US-Dollar pro Feinunze festgesetzt.

Basismetalle

Dagegen standen die Industriemetalle in dieser Woche natürlich, ähnlich wie die Ölpreise, deutlich unter Druck. Auch hier werden die Preise vornehmlich über die Stimmung beeinflusst. Unsicherheit und Panik in dieser Woche, ließen dementsprechend, im Zuge des Abwärtsdrucks, ausgehend von den Finanzmärkten, auch die Industriemetallpreise einbrechen.

Kupfer verlor in dieser Woche zwischenzeitlich über 6% gegenüber dem Schlusskurs der Vorwoche.

Am Freitag können sich die Industriemetallpreise in Korrelation zum leicht festeren Euro und allgemeiner Zwischenberuhigung etwas erholen.

Aktuell notiert Kupfer bei 3,13 US-Dollar pro Pfund an der COMEX.
 
Quelle:
http://www.investor-verlag.de/goldpreis-in-euro-neues-rekordhoch-/111067711/
Sitemap | Datenschutz | Kontakt | Email GameOver(5,5) Info:Schweinegrippe
.: Silber & Gold :.
In Kooperation mit
www.silber-kaufen-verkaufen.de

1 Oz Silber American Eagle 20181 Oz Silber American Eagle 2018
Preis: 18,14 EUR

(incl.0%USt+Versand)
zum American Eagle
1 Oz Silber Maple Leaf 20181 Oz Silber Maple Leaf 2018
Preis: 15,65 EUR

(incl.0%USt+Versand)
zum Maple Leaf
1 Oz Silber Wiener Philharmoniker 20181 Oz Silber Wiener Philharmoniker 2018
Preis: 15,80 EUR

(incl.0%USt+Versand)
zum Philharmoniker
1 Kg Silber Australien Koala 20181 Kg Silber Australien Koala 2018
Preis: 553,00 EUR

(incl.0%USt+Versand)
zum Koala
1 Kg Silber Australien Kookaburra 20181 Kg Silber Australien Kookaburra 2018
Preis: 553,00 EUR

(incl.0%USt+Versand)
zum Kookaburra

.: Bücher :.

weitere Bücher

.: letzte News:. RSS 2.0 News Feedburner News
19.10.18 DE - Kölner Geiselnehmer hätte abgeschoben werden können
19.10.18 DE - Weit mehr als eine hessische Landtagswahl

.: Kolumnen:.
16.03.2015 Bill Bonner - NASDAQ Insider lösen ihre Jetons ein
12.10.2014 Bill Bonner - Mehr Geld = weniger Glück?

.: Rohstoffe Daily:.
24.05.2014 Miriam Kraus - Silberpreis aktuell: Silbermünzen stark nachgefragt
07.12.2013 Miriam Kraus - Goldpreis: Gold massiv überverkauft wie seit 1985 ni

.: Video Filme ansehen:.
-Eine 12jährige beschreibt das Schuldgeldsystem innerhalb von 5 Minuten
-The Secret of Oz - Betrachtung des Geldsystems früher, derzeit und zukünftig
-Film über die Entstehung des Federal Reserve Acts
-Goldgewinnung in Südafrika

.: Silber - Chart - Kurs :.
Silber Chart Preis Kurs

.: Gold - Chart - Kurs :.
Gold Chart Preis Kurs

.: Silber-Gold-Lease-Rates :.
Silber Lease Rates
Gold Lease Rates

.: Silber-Gold-Ratio :.
Silber Gold Ratio

.: XAU - HUI :.
XAU Chart
HUI Chart

.: Euro-USD Kurs :.

.: WTI ÖL Preis Chart :.

.: David Morgan :.
Die prozentualen Gewinne von Silber und der mit Silber verbundenen Anlagen wird in die Finanzgeschichte eingehen, genau wie der "Silver Corner" der Hunt Brüder 1980! Dieser Kaufrausch wird den Preis weitaus höher treiben als sich einige Leute derzeit vorstellen mögen, da es mehr "arme" als reiche Menschen und es weitaus weniger Silber als Gold in Anlageform gibt.