Autor Miriam Kraus - Rohstoffe Unsicherheit wächst – Rohstoffpreise unter Druck

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Miriam Kraus Rohstoffe Daily vom 22.01.2010

Quelle: Auszug aus Newsletter "Rohstoff Daily"

 
Unsicherheit wächst – Rohstoffpreise unter Druck
Rohstoffe Wochenrückblick: Energie und Metalle

In der vergangenen Woche haben sich die Aktienmärkte deutlich abgeschwächt. Der DAX schloss die Woche mit 3,1% im Minus gegenüber der Vorwoche. Der Nikkei verlor gegenüber der Vorwoche rund 3,6%. Der Shanghai Composite Index gab im Vergleich zur Vorwoche über 2% ab und der Dow Jones notiert aktuell mit 2,5% im Minus gegenüber der Vorwoche.

Erneut macht sich in dieser Woche offensichtlich Unsicherheit breit. Die nach wie vor bestenfalls durchwachsenen Ergebnisse der Wirtschaftsindikatoren vermochten es in dieser Woche nicht zu einer Stimmungsaufhellung beizutragen und scheinen aktuell eher dem Realitätssinn Platz zu machen.

Das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung hat seine Konjunkturerwartungen sowohl für Deutschland, als auch für die Eurozone gesenkt. Für Deutschland weist der entsprechende Index im Januar einen Rückgang von 50,4 Punkten im Vormonat auf 47,2 Punkte aus. Für die Eurozone sank der Index im Januar um 1,6 Punkte gegenüber dem Vormonat auf 46,4 Punkte.

Dem US-Arbeitsministerium zufolge sind die Erzeugerpreise im Dezember (um 0,2 % gegenüber dem Vormonat) weiterhin angestiegen. Analysten hatten zuvor nur einen Anstieg um 0,1% erwartet. Zudem verzeichnet das US-Handelsministerium einen unerwartet deutlichen Rückgang der Wohnbaubeginne im Dezember. Allerdings stieg überraschend die Zahl der Baugenehmigungen für Privathäuser. Dagegen hat sich die Situation im US-Arbeitsmarkt weiter verschlechtert. Wie das US-Arbeitsministerium bekannt gab, hat sich die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe um 36.000 auf 482.000 erhöht. Analysten hatten zuvor mit einem Rückgang auf 440.000 gerechnet. Trotz des Anstiegs der Frühindikatoren für die wirtschaftliche Aktivität (+1,1% im Dezember) in den USA, hat sich das Geschäftsklima weiter verschlechtert. Der entsprechende Index der FED Philadelphia weist einen Rückgang von revidiert 22,5 Punkten im Dezember auf 15,2 Punkte im Januar aus.

China tritt auf die Kreditbremse

Auch der Beginn der EXIT-Strategien in China trübt weiterhin die Euphorie an den Finanzmärkten.

China, das im 4.Quartal 2009 wieder zweistellige Wachstumsraten zu verzeichnen haben dürfte, versucht einem zunehmenden Inflationsdruck entgegen zu wirken. Nach der Anhebung des Mindestreservesatzes für Banken und der Anhebung von Zinssätzen für Staatsanleihen, will Peking nun auch das Kreditwachstum einschränken. Für 2010 ist ein Zuwachs bei der Vergabe neuer Kredite in Höhe von 16 - 18% geplant (etwa 7,5 Billionen CNY), nach einem Zuwachs von 32% im vergangenen Jahr. Chinas Straffung der Geldpolitik (und damit Schritte um das Wachstum zu limitieren) erschreckt aber die Risikobereitschaft der Marktteilnehmer, die sich bislang auf China als den Antriebsmotor für die weltweite Konjunkturentwicklung verlassen. Eine Situation, die zunächst dem USD Unterstützung bot.

Dann aber geriet die US-Währung zum Ende der Woche deutlich unter Druck, nachdem die neusten Pläne von US-Präsident Obama, die Banken betreffend, bekannt wurden.

Obamas Bankenpläne belasten US-Dollar

US-Präsident Obama hat den Banken den Kampf angesagt!

Obama plant die Größe und Handlungsaktivitäten der amerikanischen Banken einzuschränken. So soll auch der Wertpapierhandel der Banken, den diese auf eigene Rechnung ausüben, eingeschränkt werden. Dies mag den Wählern gefallen, den Finanzmärkten dagegen hat es einen leichten Schock verpasst. Die Unsicherheit wächst und derartige Pläne sind nicht gerade dazu angetan, die Kapitalzuflüsse in die USA langfristig zu gewährleisten. Der Großteil der Investoren geht davon aus, dass dieses Vorgehen die Wettbewerbsfähigkeit der amerikanischen Finanzinstitute deutlich untergräbt. Sollten die Pläne umgesetzt werden, dürfte sich dies negativ auf die Liquidität im US-Finanzmarkt auswirken. Dementsprechend konnte der US-Dollar diesmal nicht von wachsender Unsicherheit profitieren, sondern geriet stattdessen im Zuge dieser Pläne unter Druck. Allerdings zweifeln noch viele an der tatsächlichen Umsetzbarkeit dieser Pläne. Mit Widerstand aus der Finanzlobby ist zu rechnen - und die Vorlagen müssen erst noch den Kongress passieren.

EUR/USD der gestern bis auf 1,4028 gefallen war konnte heute bis auf 1,4180 steigen und notiert aktuell bei 1,4162.

Energie

Im Zuge wachsender Unsicherheit an den Finanzmärkten und von Chinas EXIT-Strategien gerieten die Ölpreise in dieser Woche ebenfalls deutlich unter Druck. Für zusätzlichen Abgabedruck sorgten dann zum Ende der Woche die neuen Gesetzesentwürfe von US-Präsident Obama zur Kontrolle und Einschränkung der Handlungsaktivitäten der US-Banken. So ist der Preis pro Barrel WTI aktuell bereits unter 75 US-Dollar gefallen.

Auch von fundamental begründbarer Seite wird weiterhin Druck auf die Preise aufgebaut. Wir das US-Energieministerium berichtet, sind in der vergangenen Woche zwar die US-Rohöllagerbestände unerwartet um 500.000 Barrel gesunken, dafür sind allerdings die US-Benzinbestände unerwartet deutlich um 4 Millionen Barrel gestiegen. Nach wie vor lässt die Nachfrage in den USA zu wünschen übrig.

WTI zur Lieferung im März notiert aktuell bei 74,84 US-Dollar pro Barrel an der NYMEX.

Brent Crude zur Lieferung im März notiert aktuell bei 73,15 US-Dollar pro Barrel an der ICE Futures Exchange in London.

Metalle

Edelmetalle

Der Goldpreis hat seine Korrekturbewegung fortgesetzt und ist am Donnerstag unter die 1.100 US-Dollar-Marke gefallen. Auch die übrigen Edelmetalle haben abgegeben.

Auch hierfür zeichnet erst einmal die zunehmende Unsicherheit an den Finanzmärkten verantwortlich. Insbesondere die Verunsicherung in Bezug auf erste EXIT-Strategien auch in anderen Staaten (nach China) und vor allem Spekulationen hinsichtlich erster Zinsanhebungen spülen Kapital auch aus der Breite der Rohstoffmärkte hinaus.

Der Goldpreis ist bei unter 1.090 USD auf den tiefsten Stand in diesem Jahr gefallen und notiert aktuell bei 1.088 US-Dollar pro Feinunze in New York.

Der London Gold Fix PM wurde heute bei 1.084 US-Dollar pro Feinunze festgesetzt.

Basismetalle

Gegenüber dem Schlusskurs der Vorwoche gaben auch die Industriemetallpreise in der Breite ab, obgleich gerade Kupfer zum Ende der Woche Unterstützung findet, durch Fonds, welche günstigere Preise zum Einstieg nutzen.

Belastend wirkten auch hier Unsicherheit in Bezug auf die Auswirkungen von Chinas beginnender EXIT-Strategie und zum Ende der Woche Obamas Bankenpläne.

Von fundamentaler Seite wurden in dieser Woche preisunterstützende Nachrichten aus China veröffentlicht. Wie die chinesischen Zollbehörden bekannt gaben, sind die Metall-Importe im Dezember wieder deutlich angestiegen. So sind beispielsweise die Kupfer- und Nickel-Importe gegenüber dem Vorjahr um über 100% gestiegen. Blei-Importe stiegen sogar um 300% im gleichen Zeitraum und die Aluminium-Importe verzeichnen einen Anstieg um 900% gegenüber dem Vorjahr.

Auf der anderen Seite steigen die Lagerbestände nach wie vor ins Unermessliche. Die Shanghaier Börse verzeichnet beispielsweise einen Anstieg der Aluminium-Bestände um 7% auf einen neuen Rekordwert.

Aktuell notiert Kupfer bei 3,32 US-Dollar pro Pfund an der COMEX.

Aluminium notiert aktuell bei 0,99 US-Dollar pro Pfund in New York.
 
Quelle:
http://www.investor-verlag.de/unsicherheit-waechst-rohstoffpreise-unter-druck-/111058051/
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